STEVE VAI – „Inviolate“ (VÖ: 28.01.2022)

Der Gitarrenvirtuose Steve Vai hat mal wieder zugeschlagen und das sogar rein instrumental. Das „Inviolate“-Album besticht durch neun facettenreiche Kompositionen, die keine Vocals benötigen, denn die Tracks erzählen ihre Geschichte auch ohne Texte.

Es ist natürlich nicht verwunderlich, dass sich das Album durch eine starke Betonung der Gitarre auszeichnet. Steve Vai versucht dabei aber nicht seine musikalischen Fähigkeiten demonstrativ zu präsentieren, sie dienen vielmehr der Dramatik und Spannung der Songs. Bestechende Virtuosität, eine tolle Rhythmussektion sowie viele Tempowechsel kennzeichnen die stimmungsvollen Songs.

Der komplexe Opener „Teeth Of The Hydra“ ist mit der neu entwickelten 3-hälsigen „Hydra“-Gitarre eingespielt worden. Insbesondere dieser Song hat einen cinematischen Charakter, aber auch einige andere Songs würden sich gut als Filmmusik eignen. „Zeus In Chains“ ist ein treibender Rocksong, „Little Pretty“ ist rockiger als der Titel vermuten lässt und „Candlepower“ ist ein eher ruhiges Stück. „Apollo In Color“ ist hingegen fetzig, „Avalancha“ ist sogar schnell und heavy. „Greenish Blues“ hat einen tollen Groove, „Knappsack“ wurde wegen einer Schulteroperation mit nur der linken Hand gespielt. Der letzte Track „Sandman Cloud Mist“ lässt das grandiose Album gefühlvoll ausklingen.

Dieses ist eine Review für die März 2022 – Ausgabe des Hardline-Magazins.

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