SUNBURST – „Manifesto“

Veröffentlichung: 14.06.2024 / Label: Inner Wound Recordings / Genre: Cinematic Progressive Metal

Sunburst - Manifesto - Album

Sunburst ein eine griechische Progressive Metal-Band, die 2010 gegründet worden ist, sie liegt stilistisch zwischen Dream Theater und Symphony X, es sind aber auch Elemente von Filmmusik enthalten. Zur Band gehören Vasilis Georgiou (Gesang), Gus Drax (Gitarre), Kostas Milonas (Drums) und Nick Grey (Bass).

Nun liegt ihr zweites Album „Manifesto“ vor, das Erstlingswerk „Fragments Of Creation“ ist bereits 2016 erschienen. Ein Gastkeyboarder ist mit von der Partie und es wurden bei drei Songs orchestrale Arrangements in die komplexen Instrumentierungen eingebunden. Die acht Kompositionen sind alle sehr stark und die Musiker spielen auf einem hohem Niveau, die Produktion ist sauber und klar. Der Gesang ist gefühlvoll, sowohl bei den sanften, als auch bei den druckvollen Parts. Die Stücke sind bombastisch und staccatoartig, mit vielen Riffgewittern arrangiert worden, das Klangbild ist daher etwas überladen.

„The Flood“ ist ein gelungener Opener, „Samaritan“ verfügt über sehr virtuose Gitarrenparts, „Inimicus Intus“ basiert auf einer komplexen Riffstruktur, „From The Cradle To The Grave“ zeichnet sich durch sehr intensiven Gesang aus, der Titelsong ist dramatisch und mit Riffs überladen, mit dem bombastischen „Nocturne“ schließt das gute Album. Beim nächsten Mal sollte aber ein etwas entspannteres Klangbild geschaffen werden, dann wird das Endresultat noch besser werden!

Diese Review wurde für die am 21. Juni erscheinende Ausgabe (Nr. 62) des Hardline-Magazins verfasst.

Hier findet Ihr das Video zum Song „From The Cradle To The Grave“ vom neuen Album:

AXEL RUDI PELL – „Risen Symbol“

Veröffentlichung: 14.06.2024 / Label: Steamhammer/SPV / Genre: Hard Rock

Axel Rudi Pell, Risen Symbol, Albumcover

Der Bochumer Gitarrist Axel Rudi Pell verfolgt seine Solokarriere bereits seit 1989, das jetzige Line-up besteht dabei seit über zehn Jahren, neben Axel Rudi Pell sind Johnny Gioeli (Vocals), Volker Krawzcak (Bass), Ferdy Doernberg (Keyboards) und Bobby Rondinelli (Drums) mit von der Partie. Man merkt dem nun vorliegenden 22. Studioalbum „Risen Symbol“ an, dass es ein eingespieltes Team ist, das die Kompositionen ihres Bandleaders musikalisch trägt.

ARP hat seinen individuellen Stil entwickelt, der sehr stark von Ritchie Blackmores Gitarrenspiel und Ronnie James Dios Mystik beeinflusst wurde. Er bewegt sich stets in diesem Radius und ist dabei aber immer für kleine Experimente offen, sein melodiöser und kraftvoller Hard Rock ist zwar nicht als „Gute Laune-Musik“ zu verstehen, aber die Band vermittelt Spielfreude und gute Vibrations.

Die neun Songs (plus Intro) sind alle grandios und lassen keine Wünsche offen, wobei „Forever Strong“ ein straighter Opener ist, mit „Immigrant Song“ wird dem Led Zeppelin-Klassiker neues Leben eingehaucht, „Darkest Hour“ klingt dramatisch-rockig, „Ankhaia“ ist wiederum ein atemberaubender und spannender 10-Minuten Song, der orientalische Anklänge hat. „Crying In Pain“ verfügt durch seine balladeske Art über Ohrwurmcharakter, bei „Right On Track“ kann man gut abrocken und mit dem bombastisch-ominösen „Taken By Storm“ endet das sehr gute Album angemessen.

Hier findet Ihr das Video zum Song „Darkest Hour“ vom neuen Album:

EVERGREY – „Theories Of Emptiness“

Veröffentlichung: 07.06.2024 / Label: Napalm Records / Genre: Dark Progressive Metal

Evergrey, Theories Of Emptiness, Cover

„Theories Of Emptiness“ ist das 14. Studioalbum der schwedischen Dark Metal-Band Evergrey seit 1998. Die Band ist über sehr viele Jahre ihrer Karriere als Special Guest von bekannteren Bands aufgetreten, seit ca. fünf Jahren hat sie sich einen Headlinerstatus erarbeitet. Mit diesem neuen superben Werk besteht die berechtigte Hoffnung, dass bald auch größere Venues gebucht werden können.

Das Album vereint düstere und schwere Parts mit der für Evergrey bekannten schönen Melancholie. Die Songs fallen eingängiger aus als bei vorherigen Veröffentlichungen. Man merkt dem Album an, dass dieses Line-up bereits seit zehn Jahren besteht, denn alle zehn Songs (plus Outro) klingen sehr stimmig. Tom Englunds Gesang ist erneut sehr ausdrucksstark, denn er packt den Hörer mit seiner melancholischen und kraftvollen Stimme. Die Gitarrenparts von ihm und Henrik Danhage ergänzen sich sehr gut, Rikard Zanders Keyboardkaskaden sind sehr facettenreich und verleihen dem Album interessante Stimmungen, die Rhythmussektion aus Jonas Ekdahl (Drums) und Johan Niemann (Bass) lässt auch keine Wünsche offen.

„Falling From The Sun“ ist ein recht eingängiger und sehr schöner Opener, „Misfortune“ ist melodiös-bombastisch angelegt, „To Become Someone Else“ kommt heavy-pompös herüber, „Ghost Of My Hero“ ist ein getragenes und sehr gefühlvolles Stück, bei dem an Stimmungen sehr abwechslungsreichen „Cold Dreams“ teilen sich Tom Englund und Jonas Renkse (Katatonia) die Vocals, Toms Tochter Salina übernimmt bei diesem bewegenden Song die Background Vocals. Das neue Album ist ein in sich stimmiges Meisterwerk geworden!

Diese Review wurde für die am 21. Juni erscheinende Ausgabe (Nr. 62) des Hardline-Magazins verfasst.

Hier findet Ihr das Video zum Song „Falling From The Sun“ vom neuen Album:

WHEEL – „Charismatic Leaders“

Veröffentlichung: 03.05.2024 / Label: Inside Out Music / Genre: Progressive Metal

Wheel, Charismatic Leaders

Wheel ist eine finnische Progressive Metal-Band, die 2015 in Helsinki gegründet worden ist, zur Band gehören der nach Finnland emigrierte Brite James Lascelles (Sänger/Gitarrist), Jussi Turunen (Lead-Gitarrist) und Santeri Saksala (Drummer), die Position des Bassisten ist momentan nicht fest besetzt.

Stilistisch bewegen sich Wheel zwischen Porcupine Tree, Haken und Tool, es sind auf „Charismatic Leaders“ Metal, Industrial-Elemente sowie sehr viele schöne melodisch-sanfte Passagen zu hören. Den Songs wohnt eine angenehme Melancholie inne, interessante Spannungsbögen und tolle Soundeffekte runden das Hörerlebnis ab. Die Produktion des Albums ist sehr stimmig und ausgewogen, das Klangbild ist dynamisch-angenehm. Es sind sechs starke Tracks enthalten sowie ein Interlude, drei Songs liegen bei jeweils ca. zehn Minuten Spielzeit.

Der Opener „Empire“ kommt heavy-druckvoll herüber, „Porcelain“ ist bedächtig-eingängig, „Submission“ verfügt über starke psychedelische Elemente, „Saboteur“ ist dunkel-düster gehalten und mit „The Freeze“ endet das sehr gute Album facettenreich und dramatisch! Inside Out Music hat mit Wheel eine herausragende Band neu unter Vertrag genommen, diese Zusammenarbeit wird in der Zukunft sicher weitere Früchte tragen.

Hier findet Ihr das Video zum Song „Empire“ vom neuen Album:

THE TANGENT – „To Follow Polaris“

Veröffentlichung: 10.05.2024 / Label: InsideOut Music / Genre: Progressive Rock

The Tangent, To Follow Polaris

Die Progressive Rock-Band The Tangent ist 2002 von Andy Tillison (Gesang, Keyboards) gegründet worden, damals waren auch Musiker von The Flower Kings mit von der Partie, es hat seitdem regelmäßige Umbesetzungen gegeben. Nun liegt das bereits 13. Studioalbum „To Follow Polaris“ vor und alle Instrumente wurden dieses Mal von Andy Tillison selbst eingespielt, weil seine Musiker mit anderen Bands auf Tournee gewesen sind. Aus diesem Grund wurde auf dem Cover der Bandname auch mit dem Zusatz „For One“ ergänzt, in Zukunft werden The Tangent aber wieder als Band agieren.

Dieser neue Ansatz ist sehr gut gelungen, denn Andy Tillison hat wieder grandiose Songs komponiert und selbst produziert, die einen lockeren und jazzigen Groove vermitteln. Alle Instrumentierungen sind anspruchsvoll und es fällt nicht auf, dass es sich hierbei um eine One-Man Show handelt, lediglich die Gitarrenparts sind stark im Hintergrund auf den fünf Songs (Standard Edition) sowie zwei Bonustracks (Special Edition).

„The North Sky“ ist ein gelungener Opener mit einem eingängigen Chorus, „A Like In The Dark“ beginnt zunächst ruhig und endet schließlich heftig, „The Fine Line“ ist jazzig verspielt, „The Anachronism“ ist ein abwechslungsreicher und stimmungsvoller 21-Minuten Song und mit „The Single“ ist endet das sehr gute Album schwungvoll-rockig.

Diese Review wurde für die am 21. Juni erscheinende Ausgabe (Nr. 62) des Hardline-Magazins verfasst.

Hier findet Ihr das Video zum Song „The North Sky“ vom neuen Album:

THE TANGENT – Interview mit Andy Tillison zum „To Follow Polaris“-Album

Die Progressive Rock-Band The Tangent ist 2002 von Andy Tillison (Gesang, Keyboards) gegründet worden, es hat seitdem regelmäßige Umbesetzungen gegeben. Nun liegt das bereits 13. Studioalbum „To Follow Polaris“ vor und alle Instrumente wurden dieses Mal von Andy Tillison selbst eingespielt, weil seine Musiker mit anderen Bands auf Tournee gewesen sind. Hier findet Ihr das Interview mit dem Mastermind von The Tangent.

SIX BY SIX – „Beyond Shadowland“

Veröffentlichung: 26.04.2024 / Label: InsideOut Music / Genre: Progressive Rock

Das Bandprojekt Six By Six setzt sich aus Ian Crichton (Gitarrist von Saga), Nigel Glockler (Drummer von Saxon) und Robert Berry (Ex-Sänger/Bassist/Keyboarder von Three: Emerson, Berry, Palmer) zusammen. Es liegt nun ihr zweites Album „Beyond Shadowland“ vor und dieses knüpft dort an, wo das selbstbetitelte Debütalbum aufgehört hat, es sind 11 eingängige und melodiöse Songs zu hören, die zwischen Progressive Rock und AOR zu verorten sind.

Das Trio geht dabei mutiger, ausgereifter und direkter vor als bei der ersten Veröffentlichung, Ian Crichtons Spiel ist bei einigen Songs rockiger und härter als bei Saga, Nigel Glockler nimmt sich allerdings ein wenig zurück und spielt weniger druckvoll als bei Saxon. Robert Berry veredelt mit seiner klaren Stimme und seinen anspruchsvollen Instrumentierungen die durchweg starken Songs.

„Wren“ ist ein abwechslungsreicher Opener, „The Arms Of A Word“ ist druckvoll-dramatisch, „Only You Can Deceide“ ist ein kurzes balladeskes Stück, „Titans“ ist heavy und verfügt über einen orientalischen Einschlag, „Spectre“ hat eine interessante Rhythmik, „One Step“ vereint verschiedene Stimmungen und „The Mission“ ist ein furioser Song zum Schluss. „Beyond Shadowland“ ist ein gutes, vielseitiges und sauber produziertes Album geworden.

Diese Review wurde für die aktuelle Ausgabe (Nr. 61) des Hardline-Magazins verfasst.

Hier findet Ihr das Video zum Song „The Arms Of A Word“ vom neuen Album:

IVORY TOWER – Interview zum „Heavy Rain“-Release

Die Progressive Metal-Band Ivory Tower stammt aus Kiel und wurde bereits 1996 gegründet. Das neue Album „Heavy Rain“ ist mit einem neuen Sänger eingespielt worden. Sven Böge (Gitarrist, Mastermind), Thorsten Thrunke (Drummer) und Lord Francis Soto (Sänger) haben die Hintergründe des neuen Werkes erläutert.

Das Interview wurde für das Hardline-Magazin (Ausgabe 61) geführt.