Yes – The Quest (VÖ: 01.10.2021)

Die Progressive Rock Institution Yes hat uns nach 7 Jahren mit einem neuen Album beglückt, „The Quest“ heißt das Opus und es könnte auch in den 1970er Jahren erschienen sein. Es sind alle Yes-typischen Trademarks enthalten, Jon Davison ist mit seinem tollen hohen Gesang kaum von Original-Sänger Jon Anderson zu unterscheiden und Bassist Billy Sherwood ist ein ebenbürtiger Ersatz für den 2015 verstorbenen Chris Squire. Der Keyboarder Geoff Downes ist von seinen Fähigkeiten vergleichbar mit dem legendären Rick Wakeman, die verbliebenen Original-Mitglieder Steve Howe (Gitarre) und Alan White (Drums) bilden die Basis des Line-ups.

Die Produktion ist glasklar und makellos, ohne dass das Album dabei steril wirkt. Man merkt der Band die jahrzehntelange Erfahrung an und dabei ist den Ausnahme-Musikern die Spielfreude nicht abhanden gekommen. Ein paar Innovationen wären sicherlich interessant gewesen, aber ein bewährter Stil kann dabei auch zerstört werden, es sind jedoch einige orchestrale Elemente enthalten.

„The Quest“ ist eine Doppel-CD mit insgesamt 11 grandiosen melodischen Songs, die für Progressive Rock recht kompakt und eingängig gehalten sind, die 8 Minuten-Marke wird nicht überschritten. Die markantesten Tracks sind „The Ice Bridge“, „Minus The Man“ sowie „A Living Island“, die anderen Stücke sind aber auch alle sehr edel.

Diese Review wurde für das Hardline-Magazin verfasst.

REKKORDER – Interview mit Nina und Bernd zum „One“ – Album (2021)

Rekkorder ist eine Alternative-Band aus Hamburg, die 2015 gegründet worden ist und sich aus Nina Lucia Medina Muñoz (Gesang) und Bernd Bloedorn (Gitarre, Bass, Programmierung) zusammensetzt, bei Live-Auftritten sind weitere Musiker dabei. Rekkorder haben einen recht individuellen musikalischen Stil entwickelt, und sie konnten bereits in exotischen Ländern (Afghanistan, Jordanien, Mali) touren. Am 24.09.2021 steht die Veröffentlichung ihres zweiten Albums „One“ an, sodass es an der Zeit war, sich mit Nina und Bernd mal eingehender zu unterhalten.

Rekkorder – Review des „One“ – Albums (VÖ: 24.09.2021)

„One“ ist das zweite Album der Hamburger Alternative-Band Rekkorder, die 2015 gegründet worden ist und bereits abenteuerliche Tourneen durch Mali, Afghanistan und Jordanien absolviert hat.

Nina Lucia Medina Muñoz (Gesang) und Bernd Bloedorn (Gitarre, Bass, Programmierung) sind die beiden Bandmitglieder, sie werden durch Gastmusiker unterstützt.

Die Songs sind alle eingängig, kompakt und geradlinig, ohne dabei simpel zu klingen. Bernd Bloedorns Gitarrenarbeit ist sehr songorientiert, seine Gitarrensoli sind wohl akzentuiert, bei einigen Songs sind dezente String-Arrangements eingebunden. Nina Lucia Medina Muñoz hat eine sehr ausdrucksstarke Stimme, sie klingt teilweise zerbrechlich, aber auch sehr kraftvoll bei anderen Passagen. Insbesondere beim spanischsprachigen Song „Solamente“ entfaltet sie ihre gesamte Persönlichkeit und Ausstrahlung, weitere Anspieltipps sind der packende Opener „One“ sowie der hochemotionale Song „Maryjane“, die anderen 14 Songs sind aber auch alle auf hohem Niveau. Das Album ist authentisch und intensiv!

Diese Review wurde für das Hardline-Magazin verfasst.

Video zum 20-jährigen Bestehen von Rock Bottom

Am 03. April 2021 hat meine Radiosendung Rock Bottom ihr 20-jähriges Jubiläum gefeiert. In den letzten Monaten habe ich einiges dafür gefilmt, Fotos ausgewählt sowie verschiedene Musiker mit Grußworten zu Wort kommen lassen. Nun ist das 20-Jahre-Jubiläumsvideo endlich fertiggestellt. Es werden die Hintergründe der Sendung erläutert sowie Einblicke in den Sender vermittelt.

Clive Nolan – Song Of The Wildlands (VÖ: 01.09.2021)

„Song Of The Wildlands“ ist ein Konzeptalbum, das sich der altenglischen Beowulf-Sage angenommen hat. Mastermind Clive Nolan (Arena, Pendragon) ist für die Orchestrierung, das Programmieren sowie die Keyboards verantwortlich, ein Erzähler, 8 Instrumentalisten sowie 4 Sänger unterstützen ihn dabei. Die Charaktere Beowulf, Tyra, Solveig und Freja kommen sehr gut durch die verschiedenen Stimmen zur Geltung. Darüber hinaus sind 50 Chormitglieder mit von der Partie, die einige Parts sogar in Altenglisch gesungen haben.

Es ist ein sehr stimmungsvolles und abwechslungsreiches Album geworden, das mit bombastischen Arrangements versehen ist, so dass Freunde des Symphonic Rock hier auch auf ihre Kosten kommen. Keltische Einflüsse sind durch Luren, Harfen und Flöten wahrzunehmen, die Wikinger-Atmosphäre ist auf diese Weise sehr gut umgesetzt worden. Das Werk hat den Charakter eines Musicals, obwohl Clive Nolan es nicht als solches ansieht.

Die 15 Songs sind recht kurz gehalten, auf Solo-Eskapaden wurde verzichtet. Die 57 Minuten sind alle sehr spannungsgeladen und man sollte sich bei einem guten Wein oder Met die Zeit nehmen das Album in Ruhe zu genießen. Anspieltipps sind hier nicht zu nennen, denn es ist ein in sich geschlossenes und aufeinander aufbauendes Werk ohne Schwachpunkte.

Diese Review wurde für das Hardline-Magazin verfasst.