BRUNHILDE – Interview über das Album “To Cut A Long Story Short” (2021)

Ich konnte mit Carolin Loy (Sängerin) und Kurt Bauereiss (Gitarrist) von der Band Brunhilde ein Interview im Hotel “Reichshof” führen. Es fand im Rahmen einer Album-Präsentation statt, denn “To Cut A Long Story Short” ist am 26.02.2021 erschienen. Brunhilde sind 2013 gegründet worden und stammen aus Fürth. Sie haben zuvor bereits 2 Alben und eine EP veröffentlicht gehabt. Ihr musikalischer Stil bewegt sich zwischen Metal, Punk und Industrial. Ihre Songs sind kompakt, kurz und geradlinig, die Arrangements sind dabei komplex und anspruchsvoll.

Transatlantic – The Absolute Universe (VÖ: 05.02.2021)

Transatlantic ist das Band-Projekt der Progressive Rock Musiker Neal Morse (Gesang, Keyboards), Roine Stolt (Gitarre, Gesang), Pete Trewavas (Bass, Gesang) und Mike Portnoy (Drums). Nach 7 Jahren Pause ist nun das 5. Studioalbum der Band in doppelter Version erschienen, es gibt die Einfach-CD “Absolute Universe – The Breath Of Life” sowie die Doppel-CD “The Absolute Universe: Forevermore”. Die einfache Ausgabe ist nicht nur zeitlich kürzer, sondern die Songs unterscheiden sich teilweise auch textlich und musikalisch von der umfassenderen Ausgabe. Darüber hinaus gibt es auch ein großes Box-Set mit beiden Versionen (Ultimate Version).

“The Absolute Universe” zeichnet sich durch eine 1970er Jahre Prog Rock Atmosphäre und mehrstimmigen Gesang aus, der Einfluss von Yes und Genesis scheint durch die komplexen Kompositionen hindurch. Die Stücke klingen trotz ihrer Komplexität nach mehrmaligem Hören eingängig und die tollen Melodien nisten sich im Gehörgang ein, auf störende Solo-Eskapaden wurde verzichtet, so dass das Opus als geschlossene Einheit herüberkommt. “Higher Than The Morning” und “Belong” klingen z.B. leicht, locker und swingig, “Darkness In The Light” und “The World We Used To Know” vermitteln eine cinematische Atmosphäre, “Looking For The Light” und “Owl Howl” klingen rockig und teilweise dramatisch. Transatlantic haben hier ein großes und abwechslungreiches musikalisches Universum geschaffen, das sich der Fan anspruchsvoller Rockmusik erobern sollte.

Diese Review wurde für das Hardline-Musikmagazin verfasst.

MSG – Interview mit Michael Schenker zum “Immortal” – Release (2021)

Dieses ist ein Interview mit Michael Schenker. Es geht um das “Immortal” – Album von MSG (VÖ: 29.01.2021) und wurde telefonisch geführt.

Der Ausnahme-Gitarrist Michael Schenker erläutert die Entstehung des “Immortal”-Albums unter den Bedingungen der Corona-Krise. Er hat bei dem Album mit 4 Sängern und 3 Drummern gearbeitet und musste mehrfach von England über Holland nach Deutschland reisen, um zum Aufnahmestudio nahe Münster zu gelangen.

Neben 9 tollen, harten und auch sehr melodiösen Songs, ist auch eine atemberaubende Neufassung von “In Search Of The Peace Of Mind” zu finden. Das war der erste Song den Michael bereits mit 15 Jahren komponiert gehabt hat und der sich in der Originalfassung auf dem “Lonesome Crow” – Album der Scorpions von 1972 findet. Euch erwarten spannende 38 Minuten an lebendigen Erzählungen vom gut gelaunten Michael Schenker.

Sendemitschnitt vom 02.01.2021

Es besteht immer noch ein Netzwerkproblem zwischen der EDV und dem Server des Senders, so dass die Sendemitschnitte nicht abrufbar sind. Die Ausgaben zwischen August und Dezember 2020 werden später hier veröffentlicht werden.

Es ist nun aber möglich die Sendungen direkt am PC des Senders mitzuschneiden. Die Januar 2021 – Ausgabe von Rock Bottom ist somit nun hier nachzuhören:

Die Playlist der Sendung findet Ihr hier: Playlist Januar 2021

Silent Skies – “Satellites” (VÖ: 11.12.2020)

Silent Skies ist das gemeinsame Projekt von Evergreys Tom S. Englund (Gitarrist, Sänger) und dem klassischen Pianisten Vikram Shankar. Sie haben sich über das Internet kennengelernt gehabt, denn Shankar hatte einen Evergrey-Song gecovert und bei YouTube veröffentlicht, seit 2018 spielen beide auch gemeinsam bei der Prog-Metal Band Redemption.

“Satellites” ist das Debut-Album und basiert auf dem ausdrucksstarken Gesang von Englund und den sehr gefühlvollen Piano-Arrangements von Shankar, die Songs werden durch dezente Einsätze von Violinen und Percussion untermalt. Alle Kompositionen sind auf hohem Niveau und es wohnt ihnen eine düstere Melancholie, Dramatik und eine hohe emotionale Authentizität inne.

Anspieltipps sind der getragene Opener “Horizons”, der emotionale Song “Endless” sowie der dramatische Track “Solitude”, auch das Eurythmics-Cover von “Here Comes The Rain Again” gibt dem Klassiker einen ganz neuen Ausdruck.

Diese Review wurde für das Hardline-Magazin verfasst. Die nächste Ausgabe erscheint am 16.12.2020

Tungsten – “Tundra” (VÖ: 27.11.2020)

“Tundra” ist das zweite Album der schwedischen Metal-Band Tungsten, die sich aus Anders Johannsen (Ex-Hammerfall Drummer), seinen beiden Söhnen Nick (Gitarre) und Karl (Bass) sowie dem Sänger Mike Andersson zusammensetzt. Man hört, dass hier zwei Generationen des Metal zusammengekommen sind, denn es sind traditionelle Hammerfall-Einflüsse herauszuhören, aber auch Folk-, Nu Metal- und Industrial-Elemente. Tolle Melodien und eingängige Choruslinien treffen auf harte Rhythmen mit bombastischen Arrangements. Es ist dadurch ein vielseitiges Album entstanden, dass dabei aus einem Guss herüberkommt.

Beim Begriff “Tundra” denkt man zunächst an kalte Regionen, aber dieser stimmungsvolle und energiegeladene Sound bringt einen schnell in heiße Stimmung. Anspieltipps sind zum einen “Lock And Load”, denn es ist ein sehr eingängiger Opener mit Nu Metal Elementen. “Divided Generations” basiert auf einem markanten Beat und wirkt düster-dramatisch. Der Titelsong “Tundra” ist eingängig und vermittelt Freude, “Life And The Ocean” ist wiederum ein ruhiges und getragenes Stück mit einem dramatischen Schluss. Bei “I See Fury” wechseln sich Industrial-Klänge mit Folk Pipes ab, der letzte Track “Here Comes The Fall” ist ein sehr starker Metal-Song und bildet einen sehr guten Abschluss eines tollen Albums.

Diese Review wurde für das Hardline-Magazin verfasst. Die nächste Ausgabe erscheint am 16.12.2020.

Marathon – “Mark Kelly’s Marathon” (VÖ: 27.11.2020)

Mark Kelly feiert seit 1981 als Keyboarder der britischen Neo-Prog Institution Marillion Erfolg um Erfolg. Das hindert ihn allerdings nicht daran, sein erstes Solo-Album “Mark Kelly’s Marathon” Ende November zu veröffentlichen. Neben dem Mastermind sind Oliver M. Smith (Gesang), Pete “Woody” Wood (Gitarre), John Cordy (Gitarre), Henry Rogers (Schlagzeug) sowie Conal Kelly (Bass) am Start. Des Weiteren hat Mark Kellys Marillion-Bandkollege Steve Rothery ihn beim Song “Puppets” mit seiner Gitarre unterstützt, aufgenommen wurde das Album in den Real World Studios von Peter Gabriel (Ex-Genesis Sänger).

Bei diesem Werk sind musikalische Anklänge an Kellys Stammformation Marillion zu erkennen, Einflüsse der frühen Genesis-Alben sind ebenfalls wahrzunehmen. Die Stimme des Sängers Oliver M. Smith liegt stilistisch zwischen Peter Gabriel und Marillions Steve Hogarth. Es ist dabei ein modernes und eigenständiges Album geworden, den Songs wohnt eine leicht melancholische Grundstimmung inne. Der Hörer badet dabei in tollen Melodien und dramatischen Arrangements, Mark Kelly hat es vermieden, sein Keyboard zwanghaft in den Vordergrund zu stellen, alle Instrumente sind gut aufeinander abgestimmt.

Zwei lange Titel (“Amelia”, “Twenty Fifty One”) sind in separate Tracks unterteilt, wobei die Eingängigkeit nicht verloren geht. “When I Fell” ist ein getragenes Stück mit einem tollen Keyboard-Part am Schluss, “This Time” hat einen poppigen Touch und ist mit leicht funkigen Bassläufen untermalt. “Puppets” ist melodiös-progressiv gehalten und Steve Rotherys einzigartiger Gitarrensound sticht hier hervor. “Mark Kelly’s Marathon” ist ein sehr starkes Album geworden, auf dem kein Ausfall erkennbar ist. Es ist aber kein Album für den eingefleischten Schwermetaller, sondern eher für den Fan der progressiven, ruhigeren und melodiösen Klänge.

Diese Review wurde für das Hardline-Magazin verfasst. Die nächste Ausgabe erscheint am 16.12.2020 .

The Flower Kings – “Islands” (VÖ: 30.10.2020)

Die schwedische Progressive Rock Combo The Flower Kings hat die Corona-Krise sinnvoll genutzt, denn nur ein Jahr nach der Veröffentlichung des letzten Doppelalbums “Waiting For Miracles” liegt nun das neue Doppelalbum “Islands” vor. Das Cover wurde vom bekannten Designer Roger Dean (Yes, Asia, Gentle Giant, Greenslade, Uriah Heep) gestaltet. Auf “Islands” sind neben dem Mastermind Roine Stolt (Gitarre) seine langjährigen Weggefährten Hasse Fröberg (Gesang) und Jonas Reingold (Bass) sowie die neueren Musiker Zach Kamins (Pianos, Organ) und Mirko DeMaio (Schlagzeug) dabei. Das Album wurde in verschiedenen Studios in Schweden, Österreich, Dänemark, Italien und den USA aufgenommen.

The Flower Kings haben ihren eigenen Stil und Sound gefunden, der stark durch 70er Jahre Bands, wie Yes, King Crimson und Kaipa beeinflusst wurde, insbesondere Yes klingen auf diesem Werk wieder stark durch. Ältere Alben von The Flower Kings waren häufig durch epische Songs gekennzeichnet, die zwischen 10-30 Minuten Spieldauer hatten, auf dem bekannten Werk “Unfold The Future” (2002) war dieses besonders stark ausgeprägt. Auf “Islands” sind die Songs zumeist kompakt gehalten und eingängig, ohne dabei einfach zu klingen, denn die Arrangements sind sehr abwechslungsreich, komplex und vielschichtig. Früher wurde von einigen Kritikern bemängelt, dass die Musik von den “Blumenkönigen” zu wenig emotional wäre, aber dieses Mal ist es ein relaxtes und spontanes Album geworden.

Ausfälle gibt es auf “Islands” nicht, als Anspieltipps auf CD 1 sind das leicht spacige “Black Swan”, das gute Laune verbreitende “Broken” sowie das epische Stück “Solaris” zu empfehlen. Auf CD 2 sind das groovige “All I Need Is Love”, das getragene “Northern Lights” sowie das leicht jazzige Stück “Serpentine” geeignete Anspieltipps. “Islands” wendet sich an den Fan des anspruchsvollen Progressive Rocks und bietet ihm eine 92-minütige Reise auf eine bunte Insel.

Diese Review wurde für das Hardline-Magazin verfasst. Die nächste Ausgabe erscheint am 16.12.2020 .

ACCEPT – Interview mit Wolf Hoffmann über “Too Mean To Die” (2020, German)

Die Metal-Band Accept wurde 1976 in Solingen mit der ersten festen Besetzung gegründet. Es hat aber bereits seit 1971 einige Vorläufer der Band gegeben. 1979 ist das erste Album erschienen. Es gab in der langen Karriere von Accept auch Pausen sowie sehr viele Musikerwechsel. Gitarrist und Mastermind Wolf Hoffmann ist das letzte Originalmitglied der Band. Ich konnte ihn anlässlich des am 15.01.2021 erscheinenden neuen Albums “Too Mean To Die” interviewen. Accept treten nun mit 3 Gitarristen auf und haben einen neuen Bassisten. Der Original-Bassist Peter Baltes ist Ende 2018 ausgestiegen. 2019 hat es eine Tournee mit diversen klassischen Orchestern gegeben. Darüber hinaus ist Gaby Hoffmann, die Ehefrau von Wolf, nicht mehr die Managerin der Band. Sie hat ihre Tätigkeit nach mehreren Jahrzehnten abgegeben. Dieses alles war Gegenstand des Gespräches mit Wolf Hoffmann, das auf der Terrasse des Hard Rock Cafés in Hamburg stattgefunden hat.