MARILLION – „An Hour Before It’s Dark“ (VÖ: 04.03.2022)

„An Hour Before It’s Dark“ ist textlich und atmosphärisch durch die Pandemie beeinflusst worden, das Album klingt daher nachdenklich und tiefgründig. Die Songs sind komplex instrumentiert, der Produzent Mike Hunter hat es dabei geschafft alle Elemente so auszubalancieren, dass ein ausgewogenes Hörerlebnis entsteht.

Steve Hogarths Gesang geht unter die Haut, denn er interpretiert seine Texte sehr emotional und authentisch. Steve Rotherys Gitarrensoli sind sehr melodisch, gefühlvoll und schön. Er setzt sie sparsam und wohl akzentuiert ein, sodass Mark Kellys Keyboards mit seinem Spiel sehr gut harmonieren. Drummer Ian Mosley und Bassist Pete Trewavas legen dabei das Grundgerüst der zumeist längeren Stücke.

Der Opener „Be Hard On Yourself“ verfügt über sehr interessante Rhythmuswechsel, bei „Reprogram The Gene“ schimmern poppige Klänge durch, die ein wenig an die Simple Minds erinnern. „Murder Machines“ zeichnet sich durch einen sehr intensiven Gesang aus, „The Crow And The Nightingale“ sowie „Sierra Leone“ sind ebenfalls schöne Kompositionen. Das Album findet sein würdiges Ende im tollen 15-minütigen Track „Care“, dieser ist durch einige Stimmungs- und Tempowechsel gekennzeichnet.

Dieses ist eine Review für die März 2022 – Ausgabe des Hardline-Magazins.

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