ZERO HOUR – „Agenda 21“ (VÖ: 13.05.2022)

Die amerikanische Progressive Metal Band Zero Hour hat nach 14 Jahren ein neues Album veröffentlicht, ein neuer Drummer und Bassist gehören nun zum Quartett. Die Texte haben eine sozialkritische Ausrichtung, die Musik liegt grob zwischen Tool und Dream Theater, mit einem leichten Einfluss von Manowar versehen.

Es sind 6 Songs auf dem Album, die alle heavy, vertrackt und anspruchsvoll sind. Sie sind zumeist im gehobenen Mid-Tempo gehalten und mit gelegentlichen Speed-Attacken versehen, sie zeichnen sich durch eine starke Rhythmik und Dynamik aus. Es ist ein gutes Album ohne Ausfälle geworden, allerdings sind die Arrangements ein wenig sperrig. Es mangelt an einprägsamen Choruslinien oder schönen Melodien, die den Hörer zum gelegentlichen Abdriften und Relaxen bringen. Mit diesem sehr direkten Sound werden Zero Hour nur die eingefleischten Progressive Metaller überzeugen können und weiterhin in ihrer kleinen Nische bleiben. Ein anderer Produzent hätte aus diesem guten Album sicherlich ein Meisterwerk schaffen können, indem weitere Facetten und Elemente hinzugefügt worden wären.

Diese tolle Band ist leider etwas unter ihren Möglichkeiten geblieben, trotzdem ist „Agenda 21“ zu empfehlen. Die hervorstechendsten Titel sind der treibende 14-minütige Opener „Democide“, das leicht speedige „Technocracy“ sowie der epische Song „Patient Zero“.

Dieses ist eine Review für die Juni 2022 – Ausgabe des Hardline-Magazins.

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