THRESHOLD – „Dividing Lines“ (VÖ: 18.11.2022)

Threshold - Dividing Lines - Cover

Die englische Progressive Metal-Band Threshold besteht seit 1988 und veröffentlicht seit 1993 Alben, nun liegt mit dem 12. Studio-Werk „Dividing Lines“ der Nachfolger des brillanten Doppel-Albums „Legends Of The Shires“ (2017) vor. Es ist erneut ein Meilenstein in der Bandhistorie von Threshold geworden, „Dividing Lines“ ist für mich das beste Album des Jahres 2022 im Progressive Metal.

Ein Musik-Journalist hat die Musik von Threshold vor vielen Jahren als eine gelungene Mischung zwischen Metallica und Queen bezeichnet, mit dieser Analyse liegt er auch heutzutage vollkommen richtig. Markante und heavy Gitarrenriffs werden durch tolle Keyboardpassagen unterlegt, das Werk hat eine saubere Produktion mit leichtem Bombast, Gefühl und Atmosphäre kommen dabei aber nicht zu kurz. Die Musik von Threshold ist komplex, aber stets auch songorientiert und mit tollen Hooklines versehen.

Es sind zehn sensationelle Songs zu hören, wobei Gitarrist Karl Groom und Keyboarder Richard West die Hauptkomponisten sind, drei Songs hat Sänger Glynn Morgan beigesteuert. „Haunted“ ist ein furioser Opener, der den Hörer sehr gut in das Album einführt, „Hall Of Echoes“ hat Ohrwurmcharkter, „Silenced“ ist sehr modern arrangiert worden und klingt von der Komposition anders als die meisten Threshold-Songs. Der 11-minütige Track „The Domino Effect“ verfügt über diverse Stimmungs- und Tempowechsel, „Complex“ ist hingegen ein kompaktes, druckvolles und geradliges Stück, „King Of Nothing“ ist heavy und dramatisch, das Album mündet im atemberaubenden 11-minütigen Finale „Defence Condition“.

„Dividing Lines“ ist ganz großes Kino und verdient einen musikalischen Oscar!

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