Clive Nolan – Song Of The Wildlands (VÖ: 01.09.2021)

„Song Of The Wildlands“ ist ein Konzeptalbum, das sich der altenglischen Beowulf-Sage angenommen hat. Mastermind Clive Nolan (Arena, Pendragon) ist für die Orchestrierung, das Programmieren sowie die Keyboards verantwortlich, ein Erzähler, 8 Instrumentalisten sowie 4 Sänger unterstützen ihn dabei. Die Charaktere Beowulf, Tyra, Solveig und Freja kommen sehr gut durch die verschiedenen Stimmen zur Geltung. Darüber hinaus sind 50 Chormitglieder mit von der Partie, die einige Parts sogar in Altenglisch gesungen haben.

Es ist ein sehr stimmungsvolles und abwechslungsreiches Album geworden, das mit bombastischen Arrangements versehen ist, so dass Freunde des Symphonic Rock hier auch auf ihre Kosten kommen. Keltische Einflüsse sind durch Luren, Harfen und Flöten wahrzunehmen, die Wikinger-Atmosphäre ist auf diese Weise sehr gut umgesetzt worden. Das Werk hat den Charakter eines Musicals, obwohl Clive Nolan es nicht als solches ansieht.

Die 15 Songs sind recht kurz gehalten, auf Solo-Eskapaden wurde verzichtet. Die 57 Minuten sind alle sehr spannungsgeladen und man sollte sich bei einem guten Wein oder Met die Zeit nehmen das Album in Ruhe zu genießen. Anspieltipps sind hier nicht zu nennen, denn es ist ein in sich geschlossenes und aufeinander aufbauendes Werk ohne Schwachpunkte.

Diese Review wurde für das Hardline-Magazin verfasst.

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