CANDLEMASS – „Sweet Evil Sun“ (VÖ: 18.11.2022)

Candlemass - Sweet Evil Sun

Die schwedische Doom-Metal-Institution Candlemass hat mit ihrem neuesten Album „Sweet Evil Sun“ an ihren Meilensteinen aus den 80er Jahren angeknüpft. Man merkt dem Album an, dass eine erfahrene und eingespielte Mannschaft am Werk war, denn neben dem Bassisten und Mastermind Leif Edling sind Sänger Johan Längqvist und Gitarrist Mats Björkman aus der Original-Besetzung dabei, Gitarrist Lars Johannsson und Drummer Jan Lindh gehören seit 1987 (mit 8-jähriger Pause) zur Band.

„Sweet Evil Sun“ wurde, wie das Vorgänger-Album, von Marcus Jidell (Ex-Gitarrist von Royal Hunt, Evergrey) produziert, es klingt aus einem Guss und man kann keine Lückenfüller feststellen, es ist Doom Metal mit einem Lächeln im Gesicht. Hier kommt düstere Heavyness durch klasse Songwriting sowie mit einem ausdrucksstarken Gesang zur Geltung. Inhaltlich geht um Ehrgeiz, Hoffnung und Scheitern, alles mit anspruchsvollen Metaphern lyrisch umgesetzt.

Der Opener „Wizard Of The Vortex“ basiert z. B. auf einem markanten Riff und bietet einen guten Einstieg in das Album, der Titeltrack „Sweet Evil Sun“ ist mitreißend und eingängig, „When Death Sighs“ verfügt über einen vielseitigen Gesangsstil und wurde im Duett mit Jennie-Ann Smith (Avatarium) gesungen, „Scandinavian Gods“ liegt ein sehr facettenreicher Rhythmus zugrunde und beschreibt die Qualität der Band sehr gut. Candlemass sind halt skandinavische Metal-Götter!

Diese Review wurde für die September 2022-Ausgabe des Hardline-Magazins verfasst.

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