PRISTINE – „The Lines We Cross“ (VÖ: 27.01.2023)

The Lines We Cross – Cover

Pristine wurden 2006 von Heidi Solheim (Vocals, Mastermind) in Tromsø (Norwegen) gegründet, seit 2011 veröffentlicht das Quintett Alben. Nun liegt ihr sechstes Werk „The Lines We Cross“ vor und es besticht durch Spielfreude, tolle Atmosphären und zehn starke Kompositionen.

Die Basic-Tracks wurden im Studio in einer Live-Situation eingespielt, sodass alles sehr authentisch klingt und der Funke auf den Hörer überspringt. Heidi Solheims Gesang strotzt voller Energie, vielen Facetten und Enthusiasmus. Der Stil von Pristine ist nicht genau definierbar, ihr Sound basiert auf Sixties Retro- und Classic Rock-Elementen, es sind aber auch psychedelische Atmosphären wahrnehmbar.

„Action, Deeds & Suffering“ ist ein fetziger Opener und „Ghost With A Gun“ steht dem in nichts nach. „The Loneliest Fortune (pt. 1&2)“ ist hingegen ein 9-minütiges dramatisch-melancholisches Epos mit interessanten Stimmungs- und Tempowechseln, das durch eine dezente Querflöte an einigen Stellen leicht an Jethro Tull erinnert. „Valencia“ und „Carnival“ klingen beide auf ihre jeweils eigene Weise spacig und getragen, „The Devil You Know“ besticht durch ein prägnantes Riff und Heidis furiosen Gesang, „The Lines We Cross“ ist sehr geradlinig und mit dem psychedelischen „Instant Conclusion Decade“ klingt das sehr erfrischende und vielseitige Album angemessen aus.

Diese Review wurde für die aktuelle Ausgabe des Hardline-Magazins verfasst.

Schreibe einen Kommentar